Stabiles Wachstum und starke Finanzen

von | Sep. 21, 2026 | 0 Kommentare

17.09.2026

Am 17. September 2026 fanden die diesjährigen Vertreterversammlungen der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK) und der Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG (HPR) statt. Für den Verwaltungsrat blickte der Vorsitzende Volker Schlinge gemeinsam mit den Vorständen Melanie Jura und Frank Scheer auf das Geschäftsjahr 2025 zurück. Sie gaben den Vertreterinnen und Vertretern einen Überblick zu den Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolgen des vergangenen Jahres.

Zum Rahmenprogramm der Jahrestagungen gehörte auch in diesem Jahr eine Fachtagung. Zum Thema „Rentenreform im Fokus“ sprach Melanie Jura hier mit Dr. Monika Queisser, Mitglied der Alterssicherungskommission und Leiterin der Abteilung für Sozialpolitik bei der OECD. Das Gespräch bot spannende Einblicke in die Arbeit und Empfehlungen der Alterssicherungskommission. Anschließend folgte eine interessante und lebhafte Diskussion mit dem Publikum zu den aktuellen Herausforderungen sowie zukünftigen Entwicklungen der Alterssicherung.

Jahrestagungen der Hamburger Einrichtungen

Porträt Volker Schlinge

Volker Schlinge

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Ruhig und unaufgeregt =
ein gutes Jahr

Am Nachmittag führte Volker Schlinge als Vorsitzender des Verwaltungsrats durch die Vertreterversammlungen der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG (HPK) und der Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG (HPR).

In seinem Bericht fasste der Verwaltungsratsvorsitzende das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 für die Vertreterinnen und Vertreter zusammen: „Es war bei anhaltender Unsicherheit über die globale wirtschaftliche Entwicklung für die Pensionseinrichtungen erneut ein ruhiges und unaufgeregtes Jahr. Und damit auch ein gutes Jahr.”

Ähnlich wie im Vorjahr gab es für den Verwaltungsrat und die Gremien „keinerlei Auffälligkeiten, über die man berichten könnte“, so Schlinge. Trotz weiterhin bestehender geopolitischer Unsicherheiten konnte der Fokus auf das operative Geschäft gelegt werden. Und hier machen nach Aussage von Schlinge „alle Beteiligten einen guten Job“ – ganz im Interesse und Sinne der Begünstigten bzw. Versicherten.

Bericht des Vorstands

Die Vorstände Melanie Jura und Frank Scheer zeichneten ein positives Bild des Geschäftsjahres 2025. Unter dem Strich war es geprägt von stabilem Wachstum und finanzieller Stärke. Die strategische Ausrichtung der Kassen – vom klaren Fokus auf die Bedürfnisse der Mitgliedsunternehmen und der persönlichen Mitglieder über niedrige Verwaltungskosten und breit diversifizierte Kapitalanlagen bis hin zur konsequenten Reduktion von Risiken – schafft belastbare Prozesse und bildet damit die Grundlage für die erneut guten Jahresergebnisse.

Für die Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG und ihre nun über 900.000 Mitglieder bedeutete dies: mehr Mitglieder, steigende Beiträge und weiterhin eine attraktive Verzinsung. Für die satzungsgemäße Überschussbeteiligung der Mitglieder standen zum Beispiel über 210 Mio. Euro zur Verfügung. Das Vorjahresergebnis wurde damit nochmals übertroffen.

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Für die „Gute Sache“

Die Vertreterversammlungen der HPK und HPR endeten mit dem Dank von Volker Schlinge an die Beschäftigten der HAPEV sowie an die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Kassen für ihr Engagement, den zeitlichen und inhaltlichen Einsatz für die „Gute Sache“ betriebliche Altersversorgung.

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Verzinsung der Vorsorgekonten

Auf Grundlage der guten Ergebnisse des Geschäftsjahres und der starken Reserven hat die Vertreterversammlung der Hamburger Pensionskasse von 1905 VVaG am 17. September 2026 einstimmig beschlossen, die Vorsorgekonten der angemeldeten Beschäftigten in der Mitgliedergruppe F ab dem 1. Januar 2027 weiterhin stark zu verzinsen. Die Mitgliedergruppe F ist dabei die mit Abstand größte Gruppe der HPK. In der neuen Verzinsung ist auch ein Sonderüberschuss berücksichtigt.

Für die Tarifgenerationen „F (06)“, „F (12)“ und „F (21)“ beträgt die Verzinsung der Vorsorgekonten weiterhin 3,8 %*. In der ersten Tarifgeneration „F“ bleibt der Zinssatz unverändert bei 3,5 %. Hintergrund sind die unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen der jeweiligen Tarifgenerationen. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres und die angekündigte Verzinsung sind ausgesprochen positiv.

(*Anmeldung ab dem 01.01.2006)

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Topthema: Rentenreform im Fokus

Spannende Einblicke

Ein spannendes Gespräch über eine Frage, die uns alle betrifft und nicht nur unsere Branchen derzeit besonders beschäftigt: Wie kann die Altersvorsorge der Zukunft gestaltet werden?

Auf unserer Fachtagung sprach Vorständin Melanie Jura mit der international renommierten Expertin Dr. Monika Queisser über die aktuellen Fragen und Weichenstellungen in der Alterssicherung. Im Fokus stand dabei insbesondere die Arbeit der von der Bundesregierung einberufenen Alterssicherungskommission, der sie angehörte.

Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll es ist, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Als ausgewiesene Expertin für Renten- und Sozialpolitik gab Frau Dr. Queisser spannende Einblicke in die aktuelle Reformdebatte und beleuchtete mögliche Lösungsansätze für eine nachhaltige und tragfähige Alterssicherung.

Zur Stärkung und Weiterentwicklung der betrieblichen Altersversorgung (bAV), wies sie insbesondere auf die Bedeutung eines Sozialpartnerdialogs hin. Ein wichtiges Instrument, denn auch für den Bereich der bAV war sich die Kommission ihrer Verantwortung sehr bewusst. Aufgrund des zeitlichen Rahmens konnte die Alterssicherungskommission jedoch nicht in alle Details der zweiten Säule eintauchen. Gleichzeitig betonte Frau Dr. Queisser im Gespräch und gegenüber den Gästen die Bedeutung der bAV und wies darauf hin, dass mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG II) und den darin enthaltenen Regelungen eine Überprüfung der bestehenden gesetzlichen Maßnahmen zur größeren Verbreitung und zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung bereits vorgesehen ist.

Vielen Dank an Frau Dr. Queisser, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Pensionseinrichtungen einen Einblick in die Überlegungen sowie Diskussionen der Alterssicherungskommission zu geben und als Interviewpartnerin zur Verfügung zu stehen. Wir danken ebenso den teilnehmenden Personen für die vielen aktiven Beiträge zur Diskussion.

Zur Person: Dr. Monika Queisser

Frau Dr. Queisser leitet die Abteilung Sozialpolitik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Die Abteilung analysiert und vergleicht Sozialsysteme wie Renten, Sozialhilfe, Sozialausgaben, Armut, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gleichstellungspolitik und soziale Wohnungspolitik. Von 1993–1997 war sie bei der Weltbank in Washington beschäftigt und von 1990–1993 im ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München. Außerdem arbeitete Frau Queisser als freie Journalistin für Printmedien und im Hörfunk.

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